Lohnt sich Photovoltaik 2026 in der Region Augsburg?
Netzstrom bleibt teuer, Anlagen sind günstiger geworden. Wir rechnen durch, was eine PV-Anlage in Augsburg und Umgebung 2026 wirklich bringt.

Die kurze Antwort: Ja – eine Photovoltaikanlage lohnt sich für Hausbesitzer in Augsburg, Gersthofen und dem Umland 2026 in den meisten Fällen deutlicher als noch 2022 oder 2023. Aber nicht aus dem Grund, den viele vermuten. Nicht, weil die Einspeisevergütung gestiegen wäre – die ist gesunken. Sondern weil der Strom aus dem Netz so teuer geblieben ist, dass jede selbst erzeugte Kilowattstunde bares Geld spart. Wer heute rechnet, rechnet mit anderen Vorzeichen als vor drei Jahren.
Was sich seit 2022 verändert hat
Die Energiekrise hat die Haushaltsstrompreise auf ein hohes Niveau gehoben – und dort sind sie im Wesentlichen geblieben. Typische Tarife in der Region liegen 2026 bei 32 bis 38 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig sind drei Dinge passiert:
- Anlagen sind günstiger geworden. Modulpreise sind seit 2022 spürbar gefallen. Montage und Elektrik kosten zwar mehr, unterm Strich ist eine Anlage je Kilowatt Peak trotzdem günstiger als vor drei Jahren.
- Die Einspeisevergütung sinkt weiter. Für neue Anlagen bis 10 kWp liegt sie inzwischen unter 8 Cent pro Kilowattstunde und wird alle sechs Monate leicht abgesenkt. Das klingt schlecht, ist aber kein Beinbruch.
- Eigenverbrauch ist der Hebel. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen statt zu kaufen, spart den vollen Netzstrompreis. Dieser Wert ist heute höher als je zuvor.
Die Rechnung für ein Haus in der Region Augsburg
Bayerisch-Schwaben gehört mit rund 1.700 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenreicheren Regionen Deutschlands. Auf einem gut ausgerichteten Dach zwischen Augsburg, Gersthofen und Friedberg liefert eine Anlage im Schnitt 950 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt Peak. Nehmen wir ein typisches Einfamilienhaus:
| Anlagengröße | 10 kWp (rund 22 bis 24 Module) |
| Jahresertrag Region Augsburg | ca. 9.500 bis 10.500 kWh |
| Eigenverbrauch ohne Speicher | ca. 25 bis 35 % |
| Eigenverbrauch mit Speicher | ca. 50 bis 70 % |
| Gesparter Netzstrom | 32 bis 38 Cent je kWh |
| Einspeisevergütung | unter 8 Cent je kWh (sinkend) |
| Amortisation | typisch 10 bis 14 Jahre, je nach Eigenverbrauch |
Orientierungswerte, Stand September 2026. Die konkreten Kosten hängen von Dach, Hausanschluss und Ausstattung ab – deshalb gibt es bei uns den Festpreis erst nach dem Aufmaß vor Ort.
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Das ist der Punkt, der sich verschoben hat. Früher lohnte sich eine Anlage vor allem über die staatlich garantierte Einspeisevergütung. Heute ist die Vergütung niedrig, der Wert des selbst verbrauchten Stroms aber hoch. Die Logik ist einfach:
- Sie erzeugen eine Kilowattstunde und nutzen sie selbst: Sie sparen rund 35 Cent.
- Sie erzeugen eine Kilowattstunde und speisen sie ein: Sie bekommen unter 8 Cent.
Der Unterschied ist heute größer als vor drei Jahren. Genau deshalb sind Stromspeicher attraktiver geworden: Sie verschieben den Mittagsstrom in den Abend, wenn Sie ihn tatsächlich brauchen.
Speicher: sinnvolle Ergänzung oder teurer Luxus?
Ein Speicher ist kein Selbstläufer. Er kostet Geld, und die zusätzlich gesparten Kilowattstunden müssen diese Mehrkosten erst wieder einspielen. Die Faustregel: Je höher Ihr Verbrauch und je mehr davon abends anfällt, desto mehr bringt der Speicher. Besonders lohnend ist er bei
- Familien, die tagsüber außer Haus sind,
- Haushalten mit E-Auto, das über Nacht lädt,
- Kombination mit einer Wärmepumpe,
- allen, denen Unabhängigkeit vom Netz wichtig ist.
Wie groß der Speicher sein sollte, haben wir in einem eigenen Beitrag durchgerechnet. Wir setzen auf Speicher von Fenecon aus Bayern und Alpha ESS – beide modular erweiterbar, falls später ein E-Auto dazukommt.
Förderung 2026: Was gilt in Bayern?
- 0 % Umsatzsteuer: Auf Module, Wechselrichter, Speicher und Montage zahlen Privatpersonen keine Mehrwertsteuer. Das ist die wichtigste „Förderung“ – und sie gilt automatisch.
- Einkommensteuer: Anlagen bis 30 kWp auf dem Einfamilienhaus sind von der Einkommensteuer befreit. Keine Anlage EÜR, kein Steuerberater nötig.
- KfW-Kredit 270: Zinsgünstige Finanzierung für PV und Speicher. Wenn Sie nicht alles auf einmal zahlen möchten, besprechen wir auch andere Finanzierungswege mit Ihnen.
- Land Bayern: Ein eigenes Landesprogramm für private PV-Anlagen gibt es aktuell nicht. Einzelne Städte und Gemeinden in der Region legen zeitweise eigene Zuschüsse auf – das prüfen wir im Beratungsgespräch.
Was Ihr Dach mitbringen muss
Süddächer sind ideal, Ost-West-Dächer liefern über den Tag verteilt und passen oft sogar besser zum Verbrauch. Auch Nord- und Flachdächer lassen sich sinnvoll belegen, wenn die Fläche stimmt. Ziegel, Blech und Bitumen sind für uns Standard; nur Schieferdächer belegen wir nicht. Bis 30 kWp planen und bauen wir alles aus einer Hand – vom Aufmaß über die Elektrik bis zur Anmeldung beim Netzbetreiber.
Fazit
2026 lohnt sich Photovoltaik in der Region Augsburg vor allem über den Eigenverbrauch. Wer sein Dach vernünftig belegt und die Anlage auf den eigenen Verbrauch abstimmt, spart über die Laufzeit deutlich mehr, als die Anlage kostet – bei Netzstrompreisen, die kaum sinken werden. Ob es sich bei Ihnen rechnet, sehen wir beim Termin vor Ort: Arthur Auner kommt persönlich, misst auf und nennt Ihnen einen Festpreis. Betriebsbereit ist die Anlage meist nach drei bis sechs Wochen.
Geschrieben vom Team Lichtkraft Solar, Gersthofen · Stand 30.09.2026
Häufige Fragen zum Thema
Kurz beantwortet – alles Weitere klären wir im Beratungsgespräch.
Wie viel Strom liefert eine PV-Anlage in Augsburg pro Jahr?
Wann hat sich die Anlage bezahlt gemacht?
Gibt es in Bayern 2026 noch eine Förderung für private PV-Anlagen?

Dazu beraten lassen – kostenlos und vor Ort
Drei kurze Fragen, dann Ihre Kontaktdaten – wir melden uns kurzfristig.
- Antwort in der Regel am selben Werktag
- Der Chef berät persönlich vor Ort
- Festpreis nach Aufmaß, Finanzierung möglich
